Downhill-WM 2004 in Borgholzhausen
Bericht aus www.downhillextreme.at  

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Diese durchs Wetter bedingte, äußert turbulent verlaufene WM brachte Österreich wieder 2 Medaillen: Silber für Lisi Schrenk und Bronze für Daniel Ladurner.

Keyfacts dieser WM:
Ravensberger Streif, 13% Gefälle, geile Abfahrt & steile Kurven, Durchschnittsgeschwindigkeit Herren 76km/h, bei den Damen 72km/h im Trockenen, 86 gemeldete Athleten aus Österreich, Frankreich, Italien, Holland, Dänemark, Israel, Südkorea, Südafrika, Schweiz, Slowenien, Kroatien, USA und dem Gastgeber Deutschland mit einer starken 8-Mann/Frau-Truppe.

Die ganze Woche verlief mehr oder weniger im Sonnenschein, aber wie schon oft, in diesem Jahr, dem Wochenende ins Gesicht blickend, wieder Regenvorhersage. Am Freitag die ersten Trainingsläufe und Streckenbeschnupperungsfahrten natürlich großteils im Regen. Da beim Downhill die Strecke bekanntlich bergab verläuft und meist auch durch Waldwege, war es eindeutig, dass der Blütenstaub und was die Bäume sonst noch abwerfen für den Einen oder Anderen gleich zu Beginn in ein Verhängnis ausartete. Ein zu risikofreudiger Deutscher Teilnehmer namens Theo Frommlet wurde beim 2. Trainingslauf ins Spital transportiert, Diagnose: Schulterbruch. Auf diesem Wege wünschen wir natürlich baldige Genesung !
Freitag Abend dann die Eröffnungsfeier im Gerry Weber Event Center in Halle, mit Showeinlage von Sebastien & Severine und mit Ansprachen des Bürgermeisters und sonstigen VIP`s. Nach der Startnummernverlosung und starkem Gelächter alter Downhill Videos wurden die ersten Vorbereitungen für den harten Samstag getroffen.
Laut Plan ab 8.00- 12.00 Uhr freies Training im strömenden Regen, noch besser wurde es dann für die ersten Qualifikationsläufe die Strecke trocknete nach und nach ab, aber keiner wusste so recht, wie viel Geschwindigkeit die teilweise noch sehr rutschige Fahrbahn verträgt. Das Teilnehmerfeld minimierte sich ein wenig, mehr oder weniger freiwillig ohne die Skates anziehen.

Nach den beiden Qualiläufen wurde in der verkehrten Startreihenfolge im Minutentakt gestartet, die Damen vor den Herren, was sich für das Finale zu Gunsten der Lady`s auswirkte. Denn das gab es noch nie, dass die ersten 3 Damen schneller sind als die Sieger bei den Herren. Neben der Weltmeisterschaft wurden auch noch die Deutschen Meisterschaften und ein IIDA-Worldcup in 2 Wertungsdurchgängen ausgefahren. Deutscher Meister wie 2003 Tobias Wöhrle, bei den Damen ein neues Siegergesicht, Jauss Tina. Beim IIDA Worldcup, der im absolut fast trockenem Zustand gefahren wurde, siegte sensationell mit über einer Sekunde Vorsprung Domenik Dobler(AUT) vor Daniel Ladurner(AUT) und Oscar Galliazo(ITA), bei den Damen siegte die Favoritin Severine Thomas(FRA) vor Valentina Liguori(ITA) und Lisi Schrenk(AUT). Dieses Ergebnis kurz vor dem WM-Lauf ließ auch die Augen von Goldmarie Petra Hillinger glänzen und auf Medaillenflut für Österreich hoffen.


rechts: Tina Jauß


Doch wie schon so oft, kommt es anders als man gerne hätte, unmittelbar vor dem WM Start der Damen und Herren platzten die Wolken am Himmel wieder aus allen Nähten. Doch positiv für die Damen war an diesem rund fünfminütigen Platzregen, dass für alle die gleichen Verhältnisse herrschten. Bei den Herren allerdings machte der Wettergott was er wollte: mittendrin ein weiterer Platzregen und gegen Ende trocknete die Strecke ein wenig ab. Im Ziel natürlich rege Diskussionen und nach der Rede von FIRS Präsident Dr. Roberto Marotta die Vor-Siegerehrung für die doch sehr zahlreich erschienenen Medien (ARD, WDR, 3 Radiosender und Printmedien).